Mittwoch, 4. Oktober 2017

museum im residenzschloss dresden #2


macht und mode*








achtung - das ist mein lieblingsthema! wer weiterhin glauben möchte dass kleidung nichts aussagt und und historisch, gesellschaftlich und politisch keine bedeutung hat geht besser die instyle lesen.....


mode interessiert mich nicht

denn ich liebe kleidung!
nicht nur wegen der sinnlichkeit der textilien - nein - kleidung hat etwas zu erzählen - man muss nur zuhören können.

selbst der steinzeitmensch trug seine felle nicht nur weil es kalt war, und die kette aus wildschweinhauern war nicht hübsch sondern ein symbol. ein symbol für die geschicklichkeit als jäger, mit hamsterzähnen hätte man wenig staat gemacht. und ein tigerfell machte natürlich viel mehr her als eins vom reh - nicht nur optisch. menschen haben sich schon immer mittels kleidung ausgedrückt, kleidung ist IMMER kommunikation. und so wie schweigen auch eine aussage ist - genauso sagt kleidung nie nichts aus - egal was der träger behauptet!


wenn es dann eine ausstellung gibt die "macht und mode" heist muss ich dringend hin. vor allem wenn dort kleidung aus dem frühbarock ausgestellt wird - eine wichtige zeit in der geschichte der bekleidung - damals wurden die grundlagen gelegt für die kleidung, wie sie heute aussieht. ausserdem basieren die meisten europäischen trachten auf der mode dieser zeit.

es ist schon erstaunlich, dass diese gewänder aus der zeit von 1550-1650 überhaupt noch existieren! und dann in diesem fantastischem zustand. dass sie überhaupt aufgehoben wurden, liegt an ihrem besonderen status als prunkkleidung - selbst königs haben nämlich für gewöhnlich ihre plünnen aufgetragen - oder an die dienerschaft oder hofschranzen niederer ränge vermacht. denn kleidung war extrem wertvoll: das material musste erst mal wachsen, auf dem feld oder dem tier - und das ganz ohne turbogene. die gewinnung des materials war natürlich reine handarbeit, von der ernte/schur über die reinigung und aufbereitung - noch bevor es überhaupt gesponnen werden konnte waren schon unzählige handgriffe vonnöten. besonders prächtige stoffe lieferte der orient - das war superteuer, schon allein wegen der immensen transportkosten und vielen zwischenhändler. und dann eben spinnen, weben, färben - von hand versteht sich. besticken, zuschneiden, nähen ohne nähmaschine, dekorieren..... 
und das alles nicht von amateuren gemacht - qualität bekam man auch damals schon nur bei fachleuten - die entsprechende preise verlangten. 



k l e i d e r g e s c h i c h t e 












gestrickte strümpfe - mit feinem muster, welches leider nicht zu fotografieren war.


unten: 
der kurfürst war natürlich nicht so breit - aber masse war ein machtsymbol, nur hungerleider waren dünn. und deshalb wurde der mantel so geschnitten und ausstaffiert dass er besonders voluminös aussah. die häufig verwandte gelbe farbe soll übrigens gar kein gelb darstellen sondern GOLD. tatsächliches gelb war verpönt und musste von aussenseitern der gesellschaft getragen werden wie juden oder huren. 















die auf uns heute befremdlich wirkenden schamkapseln waren ganz klar eine dekoration, die macht/potenz kommunizieren sollte. man lagerte darin nicht die entsprechenden körperteile, sondern taschentücher oder kleingeld.......
die hose oben ist übrigens ganz fein gestrickt und mit seide unterlegt.












dieser erste hosenanzug des kleinen prinzen ist aus purpurroter seide - rot ist eine farbe der kraft und hat eine mächtige ausstrahlung - deswegen wurden rottöne für jungenkleidung benutzt - die knaben sollten schliesslich mal den staat anführen.
um zu zeigen, wie winzig der anzug ist, hab ich mal den bahnwärter danebengestellt. 


















das kleine wesen im roten kleid auf dem gemälde im hintergrund ist übrigens ein prinz - solange die knaben noch nicht länger "anhalten" konnten, trugen sie kleider (auch noch im 19.jh.!) - weil die hosen mit bändern an den wämsern befestigt wurden (später gabs hosenträger) - und das dauerte seine zeit bis alle schleifen aufgebunden waren.... ein röckchen raffte sich da fixer zusammen.






die frauen- und mädchenkleider machen ebenfalls mächtig was her. wer jetzt meint, die "armen" frauen bedauern zu müssen wegen der "unbequemen" kleider, ist auf dem holzweg. erstens wurden solche üppigen kleider nur zu hofzeremonien und festen getragen, die damen schritten allerhöchstens gemessen herum oder sassen auf sesseln oder in sänften und wurden von vorn bis hinten bedient. und zweitens sind die kleider gar nicht so unbequem.
die mieder folgen den natürlichen proportionen und die schmalen taillen sind zum grossen teil ein optischer trick - mittels verschiedener stoffe, schnittführung, besatz und nicht zuletzt durch die weiten röcke und ärmel wirkt die taille viel zierlicher als sie eigentlich ist.
das funktioniert übrigens auch heute noch genauso.
röcke und mieder sind getrennt gearbeitet - so konnten die kleider den sich ständig verändernden frauenkörpern über jahre hinweg angepasst werden - kein mensch wäre damals auf die idee gekommen, an einer 30jährigen den körper eines backfisches zu erwarten oder dass eine 50jährige die figur einer 20jährigen haben müsste - nur um in die kleidung reinzupassen. ansonsten wohl auch nicht.





















das prunkstück der sammlung
 das landschaftskleid des kurfürsten johann georg I. von sachsen. die stickerei auf dem mantel zeigt die reiche und schöne elblandschaft mit der residenz dresden. dieses gewand war ein geschenk zu weihnachten 1611 von seiner mutter, der kurfürstin-witwe sophie. im jahr seines regierungsantritts war es wohl der berühmte wink mit dem zaunpfahl, die ererbten blühenden landschaften zu bewahren.
kommunikation - wir erinnern uns....

das landschaftskleid besteht aus dem schon erwähnten mantel. hose und wams, hut und wehrgehänge. es darf davon ausgegangen werden dass  dazu noch spitzen an kragen, manschetten und hosensäumen getragen wurden. 
so wie übrigens zu allen anderen damen-, herren- und kinderkleidern. aber die zarten spitzen sind wohl verlorengegangen, zumal sie nicht fest zu einem kleid gehörten, sondern bei bedarf mit heftstichen angenäht wurden. und da die spitzen ein vermögen kosteten, demzufolge man nur wenige garnituren besass, wurden sie natürlich immer wieder an andere gewänder angebracht - sprich viel öfter getragen als das prunkgewand selbst.






























ein niedlicher drache aus winzigen perlen - auf einen paradesattel gestickt. auf so einem sattel liess sich eine stundelange prozession schon mal aushalten.....

unten:
bestickte jagdtasche und handschuhmanschetten















*macht und mode ist der name der ausstellung - falls jemand hingehen möchte. 
allerding kann ich die führungen nicht empfehlen - ich konnte gleich 2 museumsführerinnen belauschen und was sie über die gewänder erzählten, war eher unter mythen&legenden einzuordnen denn unter kostümgeschichte......




Kommentare:

  1. What a treat! I'm positively drooling over those exquisite costumes and wondering if can find a cheap flight to Dresden!
    The needlework, the gold thread, the construction! People don't understand me when i tell them that I don't care about fashion, I just love beautifully made clothes, thank you for being on the same wavelength.
    That codpiece! I immediately thought of Cameo's video for Word Up! xxxx

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    1. my pleasure - sister!
      this embroideries are made with very tiny stitches - unbelievable tiny!
      thanx for the earworm! :-D
      xxxxx

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  2. hochinteressant! da steht man wohl mit riesig-großen Augen davor und staunt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    tolle Ablichtungen und Bilder, schön düster zur damaligen zeit - aber irre was es damals alles schon "gab"!°
    einzelne davon muss ich mir später noch etwas besser und länger anschaun....
    auf jeden Fall gab es wohl eher viel Kleidung, viel untendrunter und leicht wie man so heut mit dünnen Stoffen umgeht wären wohl zu dieser zeit was zum wundern gewesen...
    welch ein ungewöhnlicher, aber toller Post zu längst vergangenen Zeiten...
    Grüße in deinen Morgen und winke in deinen Tag...
    Angelface...

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    1. naja - zentralheizung gabs ja nicht - ich glaub in den riesigen gemäuern wars meist ganz schön frisch - ausserdem wer viel anhat hat viel! :-)
      danke dir! <3 xxxxx

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  3. Was für ein kenntnisreich-kurzweiliger Spaziergang durch die Ausstellung. Ich sag's ja immer, Bloggen bildet. naja, gilt nicht für alle Blogs. Prachtvolle, kunstvolle Gewänder. Lieben Gruß Ghislana

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  4. Die Kleidung ist wunderschön, so wertvoll und durchdacht. Die Ausstellung muss sehr gut besucht sein, das Thema ist interessant!
    Ich hatte einmal eine Ausstellung von altem Porzellan und Geschirr gesehen. Alles aus der Kaiserzeit und von den Habsburgern. Damit wurde ja auch Macht ausgestrahlt, mit den Bemalungen und der Größe wurde die dann demonstriert.

    Liebe Grüße zu dir <3 <3 <3

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    1. die wussten wie man ein statement macht!
      porzellan haben wir auch noch ein ganzes museum voll - wir haben es schliesslich erfunden - für europa. :-D
      xxxx

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  5. Danke für den Ausflug in die Modegeschichte :-) Das Landschaftskleid ist absolut unglaublich! Wie viele Menschen mögen daran gestickt haben? Und wie lange? Dafür haben es vermutlich auch einige Herrschergenerationen getragen.
    Sollte ich nach Dresden kommen, solange die Ausstellung noch läuft - machst du den Führer?
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. nu aber selbstverständlich! :-D
      die ausstellung ist für immer wenn ich das richtig verstanden hab. die machen halt bei jedem raum/thema, das sie fertigbekommen, ein bisschen event. also kein stress...
      xxxxx

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  6. Das sind ganz wunderbare Bilder. Die muss ich nochmal in Ruhe anschauen, denn das ist definitiv nichts, was man mal eben im Vorbeigehen runterscrollt. Und ich musste sehr lachen über deine Worte:

    "wer weiterhin glauben möchte dass kleidung nichts aussagt und und historisch, gesellschaftlich und politisch keine bedeutung hat geht besser die instyle lesen" Schön gesagt. *g*

    Ich hatte diesbezüglich zwei "Lehrmeisterinnen", die mich in diesem Zusammenhang zum Nachdenken brachten. Die eine trägt grundsätzlich nur "Billigkram" (Discounter), weil "das ja nicht so wichtig ist - interessanterweise schätzt sie sich selbst überhaupt nicht und setzt sich immer an die letzte Stelle. Wenn du ihr irgendwas schenkst, was nicht für nen 5er im Discounter erhältlich ist, kann sie damit nichts mehr anfangen (weil zu gut für sie) und verschenkt es weiter. Für die andere war die Kleidung sehr, sehr wichtig. Ebenso ein gepflegtes Äußeres- und wenn sie den Mund aufmachte, wurde gelästert und/oder gejammert. Ich find's ja klasse, wenn innen und außen harmonieren. Aber es ist schon spannend, was die Kleidung aussagen kann... ;)

    Herzliche Grüße!

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    1. das sind interessante beispiele - anna!
      aber nicht nur im persönlichen funktioniert das - sämtliche "moden" erklären auf sehr anschauliche weise was in der jeweiligen gesellschaft los ist - wenn man es lesen kann :-)
      etwas über 2h eisenbahn und du bist vor der tür der ausstellung..........wenn du willst mit führung!
      xxxxx

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  7. Ganz hinreißende Kleidungsstücke haben da die Zeiten überdauert, Zeugnisse von großer Handwerkskunst und gleichzeitig der Prunksucht der Herrschenden.
    Übrigens habe ich noch Fotos von meinem Schwiegervater, Jahrgang 1910, der auch noch die ersten Lebensjahre in Kleidchen abgebildet ist - das hat sich ja wohl gehalten. Auch die Farben Rot/Rosa als männliche Farben waren da noch in Gebrauch, die heutige Festlegung ist also nicht wirklich alte Tradition, sondern Kommerzialisierung pur.
    Kostümgeschichte habe ich übrigens anhand eines tollen Quartetts aus der DDR gelernt ( und Westermanns Monatsheften ) und ist immer ein Thema bei mir geblieben. Nur werden nicht allzu oft Ausstellungen zu diesem Thema angeboten. Manchmal gibt es hier im MAK welche, oder in Paris habe ich auch öfter welche besucht.
    Danke fürs teilen!
    Astrid

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    1. "sucht" war das nicht - kein anderer herrscher und schon gar nicht das eigene volk hätte einen chef ernstgenommen der in sack&asche rumgelaufen wäre - schlichtheit = gut ist ein bürgerliches konzept des 19.jh.. :-)
      tolles beispiel mit deinem schwiegervater - und ja - in sachen bildung war die DDR weit vorn - zumindest theoretisch ;-)
      xxxx

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  8. Das sind hier ja heute ganz besonders schöne und prachtvolle Roben. Aber auch da haben sich die Designer für "Mode" wohl das eine oder andere Scheibchen abgeschnitten.
    Ich interssiere mich schon für Mode, weil mich manche Mode inspiriert eine andere Idee für mich auszuprobieren. Oder mit den Augen zur rollen und sie links links liegen zu lassen.

    Wobei ich nicht glaube, dass kulturgeschichtliches Interesse und das Blättern in der Instyle sich ausschließen.
    LG Sunny

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    1. natürlich guckt man gern auf alte kostüme um sich inspirieren zu lassen - aber wie ich schon schrieb - viele formen haben sich seit damal auch gar nicht mehr geändert weil sie sich als schön und/oder zweckmässig erwiesen - man muss das rad ja nicht jedes jahr neu erfinden :-)
      ....DAS hab ich nie gesagt :-D
      xxxx

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  9. ganz schön viel prunk und protz bei der feinen gesellschaft! die damen, die es so wunderbar stickten und nähten mussten wahrscheinlich kratziges leinen tragen und die, die es bezahlen mussten, haben wohl lange den rücken dafür krumm machen müssen. ich kann - trotz der tollen handwerklichen leistung und der kulturgeschichtenliche bedeutung - nicht allzu viel damit anfangen und denke bei so etwas immer an brechts "fragen eines lesenden arbeiters".
    liebe grüße
    mano

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    1. hört sich an wie staatbürgerkunde in der DDR - bist doch sonst nicht so schwarz/weiss - liebe mano! :-)
      dass diese dinge von halbverhungerten, härene hemden tragenden (leinen kratzt nie!) wesen geschaffen wurden ist genauso ein märchen wie die erbauung der pyramiden durch herrscharen von sklaven.........
      xxxx

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  10. Those aren't just garments, they are works of art. Although they are all gorgeous pieces in their own way, I'm especially taken by the "landschaftskleid". Such exquisite details! Thank you for taking us along to this fantastic exhibition. Huge hugs xxx

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    1. indeed - thats art. would you believe it when i say that i literally vibrated with joy even the day after the visit?!
      hugs!! xxxxx

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  11. Schöne Tour d'horizon durch die elegante Geschichte von Kleidung. Ja, da wurde sicher sehr viel damit ausgesagt und demonstriert. Und auch von den anderen entsprechend verstanden.
    Danke für die kompetente virtuelle Führung!
    LG Sieglinde

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    1. genau - ist ja auch heute noch so. vorm wahllokal hätte ich dir sagen können wer wen wählt anhand der kleidung - obwohl alle "normal" angezogen waren....
      xxxx

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  12. Oh liebste Beate, genau unsere 2. Zeit. Zumindest um 1540, die Zeit etwa der guldenen Hose mit großer Schamkapsel. Ich hab da übrigens Pferdeschweifhaar reingestopft. Danke für die tollen Bilder,ich bin ganz ehrfürchtig, ich habe eine kleine Ahnung wieviel Arbeit das ist. Das muss ich mir unbedingt anschauen wenn ich mal in eure Richtung komme, bisher habe ich immer nur Bücher oder Abbildungen aus dem Netz als Quellen gehabt. Schön wenn das eine Dauerausstellung ist. Da lasse ich mich dann nur von Dir führen ;)
    Danke Dir und einen ganz dicken Drücker, Tina

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    1. na also dann MUSST du ja herkommen, mit göga, wg. der rüstungen und so!!
      die details sind faszinierend, auf fotos kann man das gar nicht sehen.......
      wie ich schon für ann schrieb - es summte und brummte noch am näxten tag in mir - diese ganze schönheit und handwerkskunst!
      xxxxxxxx

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  13. Firstly, this clothes is a true work of art - such amazing craftsmanship, colors and shapes! Compared to that, we all look like lowly peasants nowadays, even the Queen in her cute hats. You know there is a theory that our age is decadence in cultural sense, and I agree with it, in many ways, but visual is the most obvious - fashion, architecture, visual arts... such a decline compared to the past centuries.

    And secondly, I don't know whether I've told you this before. I regret that I cannot read German (I used to be good, but that was 20 years ago - now I don't remember even simple words) because you are a marvelous storyteller! I can tell it even from your comments, and from the Google Translate of your posts - you have passion that shines through your language, and you definitely have so much to express. Have you thought about writing a book?

    Lots of love, my dear!

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    1. natasha! dear! what a wonderful compliment!!
      i never learned to write long texts, in school i always had the lowest points for stories, texts.... before making this blog i actually "hated" to write! only the BW´s gently pushing to write down my long monologues about "everything" took me to the place i´m now :-)
      thank you very much!!
      love & hugs! xxxxxx

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  14. was für eine großartige ausstellung - und so viele hintergedanken dabei :-) mir haben es besonders die blühenden (elb)landschaften angetan und das blaue wams. königsblau ist meine farbe!
    danke für's mitnehmen
    xoxoxo

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    1. du würdest einen verwegenen pagen abgeben in dem blauen hosenanzug! :-D
      xxxxx

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  15. So many upward and outward details. I love the story about the big coat to look prosperous, and the bloomer shaped pants. All the amazing embroidery!! Imagine wearing that circular cloak...so heavy. But my favourite is the photo of your man beside the little outfit. Showing size as well as time differences. Are our messages different today? xo Jazzy Jack

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    1. the language changed - but the messages are still the same :-)
      love! xxxxx

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  16. Nun habe ich richtig viel gelernt. Viel angenehmer, sich von Frau Bahnwärterin schlau machen zu lassen, anstatt bei einer gebuchten Führung Dummfug anzuhören :-) Ich hätte dann bitte gerne den Sattel, wenn ich auch kein Pferd mehr habe. Und dieser Landschaftsmantel ist ja wohl ein echtes Prunkteil. Ich möchte nicht wissen, wie schwer der ist. Danke fürs Mitnehmen, liebe Beate.
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. fühle mich geehrt! der sattel funzt bestimmt auch als stuhl vorm rechner ;-D bestimmt bequem und ergonomisch! xxxxx

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  17. Meine Güte- ist das alles GROSSARTIG!! Besonders vor diesem Umhang steht man doch ehrfurchtsvoll und mit angehaltenem Atem.....Ich stelle mir grade vor, wie lange das dauerte, bis er fertig war. Wieviele Stunden Arbeit da drin stecken, wieviele zigtausende Nadelstiche nötig waren! Unglaublich. Und dass die Stücke nach hunderten von Jahren noch so gut erhalten sind, das spricht eindeutig für ihre Qualität. Sowas sucht man heutzutage vergeblich. Ich bin wirklich begeistert!
    Da hast du uns was wirklich Grandioses beschert- danke dafür!
    Hummelzherzensgrüsse und dicken Drücker!

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    1. ja ne!?!! schön dass du dich so freust, der beste lohn für die schwierige arbeit diese fotos zu machen, bei ganz schwachem licht, ohne blitz, ohne stativ, durch panzerglasvitrinen.....
      :-)
      drückerz! xxxxxx

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  18. Ein großartiger Post, Beate! Der zeigt, was Kleidung kann und was ausgezeichnete Handwerker, Schneider, Posamentenmacher, Klöpplerinnen und wie sie alle heißen, zu schaffen vermögen. Ein jedes Gewand ein Kunstwerk!
    Wenn in Augsburg die Renaissance-Bürger in Ihren stattlichen Gewändern durch die Straßen schreiten, hat man das Gefühl sie strahlen Macht und Reichtum aus, alleine durch das, was sie tragen.
    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. danke! kann man sich heutzutage kaum noch vorstellen wieviel handwerk in solch kleidung steckt....
      xxxx

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  19. Mode , Kleidung, Stil ....alles hat seine 2 Seiten . Es kommt immer darauf an was man daraus oder damit macht. Ich würde zu gerne einmal so ein Kleid nähen und auch gerne mal tragen. Einfach wissen wies sich anfühlt. Bewundern tu ich sie allemal,die Schneider der Vergangenheit .
    LG Heidi

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  20. Wie gut erhalten diese Gewänder sind ist einfach unglaublich. Der Landschaftsmantel ist Wahnsinn. Du beschreibst das so mitreißend - da fühlt man durch jedes Wort, wie sehr dieses Thema auch Deine Leidenschaft ist. Kleidung ist Kommunikation, eben, und vor allem: ob wir das wollen oder nicht! Auch, wenn ich durch schlampige Kleidung signalisiere, wie egal mir diese ist - ist das eben auch eine Aussage! Interessant finde ich als "Farben-Fan" ja auch, dass in dieser Zeit Rot (und Rosa) als die Knabenfarben und Blau als Mädchenfarben favorisiert wurden, was auch viel logischer scheint, geht man mal von den Aussagen dieser Farben aus... Danke fürs Mitnehmen, aber jetzt muss ich die InStyle weiterlesen... kleiner Scherz :-D Liebe Grüße

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